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| Eingestellt von: | Pamela Schück |
| Eingestellt am: | 23.11.2011 |
Bundesforschungsministerium unterstützt Weiterbildungsprojekt der mittelhessischen Hochschulen – Offizieller Startschuss GIESSEN/MARBURG (fod). Dem Thema Weiterbildung kommt eine immer größere Bedeutung zu. Sei es nun zum Erwerb zusätzlicher Qualifikationen im Beruf oder um einen ganz neuen beruflichen Weg einzuschlagen. Auch die drei heimischen Hochschulen Justus- Liebig-Universität (JLU), Technische Hochschule Mittelhessen (THM) und Philipps-Universität Marburg haben inzwischen eigene Angebote. Unter der Federführung der JLU wurde nun das Projekt „Weiterbildung Mittelhessen“ für eine gemeinsame Entwicklungsplanung ins Leben gerufen. Mit dem Empfang von Bewilligungsbescheiden des Bundesministeriums für Bildung und Forschung mit einer Summe von zusammen rund 4,3 Millionen Euro fiel jetzt der offizielle Startschuss. Dr. Helge Braun, Parlamentarischer Staatssekretär im Ministerium, übergab die Bescheide im Senatssaal des JLUHauptgebäudes an die drei Hochschulen. Dabei erhält die Gießener Universität 1,49 Millionen Euro, auf die THM entfallen 1,29 Millionen und die Uni Marburg 1,45 Millionen. „Sie haben ein sehr facettenreiches Konzept vorgelegt“, lobte er die Anstrengungen der Beteiligten und ihrer bis jetzt elf Partner aus Wirtschaft und Verwaltung für die gemeinsame Entwicklung berufsbegleitender Angebote im Bereich des lebenslangen wissenschaftlichen Lernens. Im Rahmen des bundesweiten Wettbewerbs „Aufstieg durch Bildung: Offene Hochschulen“ seien die drei Hochschulen einer von nur etwa 20 Verbänden, die zur Erreichung der „Durchgängigkeit des Bildungssystems“ und Unterstützung des „lebenslangen Lernens“ gefördert werden, so Braun. Die heimischen Hochschulen haben sich zum Ziel gesetzt, in ihrem Projekt neue nachfrageorientierte, berufsbegleitende Masterstudiengänge, Zertifikatskurse und Studienmodule aufzubauen, die zusammen entwickelt, durchgeführt und vermarktet werden. Angesprochen werden sollen vor allem nicht-traditionelle Zielgruppen wie Personen mit Familienpflichten, Berufsrückkehrer aus dem Ingenieurwesen und Bachelorabsolventen. „Wenn wir unsere Stärken und die Potenziale dieser Region bündeln, haben wir alle Möglichkeiten“, betonte JLU-Präsident Prof. Joybrato Mukherjee. Seine Kollegin JLU-Vizepräsidentin Prof. Eva Burwitz-Melzer sah die drei Hochschulen „komplementär in ihren Kompetenzen aufgestellt, aber wir wollen gemeinsam zuschlagen“. Und das gerade vor dem Hintergrund des „zunehmenden Fachkräftemangels“ sowie der voraussichtlich ab 2015 stark sinkenden Studierendenzahlen. THM-Vizepräsident Prof. Axel Schumann prophezeite, „dass die Weiterbildung an den Hochschulen in den nächsten zehn Jahren die gleiche Bedeutung erhält wie Lehre und Forschung“. Daher habe die damalige Fachhochschule bereits 2007 ein Zentrum für Weiterbildung gegründet. Auch bei der Marburger Universität sei dieses Thema „eng bei der Hochschulleitung eingebunden“, berichtete deren Vizepräsident Prof. Harald Lachnit und bewertete den Erfolg als „Initialzündung“. Regierungspräsident Dr. Lars Witteck war einer der ersten Gratulanten und lobte die Hochschulen für ihre Voraussicht, wovon sich auch die Politik abschauen könne, „wie man sich am besten gemeinsam dem Wettbewerb stellt“. |
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